Zusatzqualifikation: Notfallrettung im Atemschutz
Auch bei einem gut vorbereiteten Einsatz können unerwartete Situationen entstehen. Ein Atemschutzgeräteträger kann selbst in eine Notlage geraten, verletzt werden oder den Rückweg nicht mehr eigenständig bewältigen. Für genau solche Situationen steht im Einsatz ein Sicherungstrupp bereit, der im Ernstfall schnell, kontrolliert und gezielt eingreifen muss.
Die rund fünfstündige Ausbildung bereitet die Teilnehmer möglichst realistisch auf solche Notfälle vor. Dabei geht es nicht nur um die Rettung eigener Kameraden, sondern auch um die sichere Bergung von Personen, die sich noch im Gefahrenbereich befinden.
In verschiedenen Übungsszenarien mussten unter anderem Dummys mit realistischem Körpergewicht gesucht, gesichert und aus schwierigen Bereichen gerettet werden. Trainiert wurden verschiedene Suchmethoden, die Orientierung unter eingeschränkter Sicht sowie der Umgang und das Umstecken von Atemschutzgeräten und Atemschutztechnik in einer Notfallsituation.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf möglichst kräfteschonenden Rettungstechniken. Gerade das Bewegen einer bewusstlosen oder nicht mehr gehfähigen Person über Treppen, durch enge Bereiche oder über längere Strecken kann für die Einsatzkräfte extrem anstrengend sein. Deshalb wurden verschiedene Techniken gezeigt und praktisch geübt, mit denen eine Rettung möglichst sicher und effizient durchgeführt werden kann.
Besonders wertvoll ist dabei die Erfahrung der Ausbilder in Zolling. Viele von ihnen sind selbst bei Berufsfeuerwehren tätig und können dadurch Erfahrungen aus realen Einsatzsituationen direkt in die Ausbildung einfließen lassen. Dieses Wissen wird praxisnah weitergegeben und anhand realistischer Szenarien trainiert.
Solche Ausbildungen zeigen deutlich: Atemschutz bedeutet weit mehr, als nur mit einem Atemschutzgerät in ein Gebäude vorzugehen. Entscheidend sind Ausbildung, Teamarbeit, körperliche Belastbarkeit und die Fähigkeit, auch in einer schwierigen Situation ruhig und kontrolliert zu handeln.
Wir gratulieren Manuel Engl zur absolvierten Zusatzausbildung und freuen uns über die weitere Qualifikation innerhalb unserer Feuerwehr.